Thema im Fokus

Rechtspopulisten Paroli bieten! Aktiv für Demokratie und Toleranz

Tim Reckmann / pixelio.de
Tim Reckmann / pixelio.de

Das Erstarken europaskeptischer und rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen sowie die Zunahme rechtsmotivierter Straf- und Gewalttaten zeigt: Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit! Es gilt sich klar gegen rechtspopulistische Hetze zu positionieren und unsere Demokratie aktiv zu verteidigen. Akteure aus Politik und Zivilgesellschaft und jedes Mitglied unserer Gesellschaft können einen Beitrag dazu leisten, Demokratie zu leben. Das MuP-Thema im Fokus beschäftigt sich mit dem wachsenden Zuspruch rechtspopulistischer Bewegungen, den Kennzeichen und Gefahren des Rechtspopulismus und zeigt auf, was Politik und Zivilgesellschaft für Demokratie und mehr Toleranz tun können.


MuP-Praxishilfen

Die MuP-Praxishilfe "Rechtspopulismus durchschauen und Paroli bieten! Zusammenhänge verstehen und demokratisch handeln" erklärt wie Rechtspopulismus funktioniert und vor welchen Herausforderungen Demokratinnen und Demokraten stehen.

Zur Praxishilfe: »Rechtspopulismus durchschauen und Paroli bieten! Zusammenhänge verstehen und demokratisch handeln«

Alle Mitglieder der Gesellschaft können einen Beitrag für ein besseres Miteinander in einer demokratischen und offenen Gesellschaft leisten. Insbesondere Parteien und Organisationen der Zivilgesellschaft haben eine integrierende Kraft und können sich gegen gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung engagieren. Die MuP-Praxishilfe "Haltung und Handeln für demokratische Werte: Was Politik und Zivilgesellschaft tun können" zeigt, welche Aufgaben und Ziele für demokratisches Engagement anstehen.

Zur Praxishilfe: »Haltung und Handeln für demokratische Werte: Was Politik und Zivilgesellschaft tun können«


Engagement im Netz: Das Netz gegen Nazis - Einblick in die Praxis von Simone Rafael

Simone RafaelIm digitalen Raum herrschen andere Dynamiken als bei direkter Kommunikation. Rechtspopulist_innen nutzen das Internet als Raum und verbreiten krude Ideen, Lügen oder Verschwörungstheorien. Simone Rafael ist Redakteurin bei Netz-gegen-Nazis.de und entwickelt Strategien gegen Rechtsextremismus und auch gegen Rechtspopulismus im digitalen Raum. Im MuP-Interview »Hass im Netz: Wie er sich äußert und was die Zivilgesellschaft dagegen tun kann« veranschaulicht sie, wie Soziale Medien als Propaganda-Plattformen benutzt werden und erklärt was Hassnetzwerke ausmacht. Sie formuliert Gegenstrategien, zeigt anhand von Beispielen, wie man dem Hass im Netz begegnen kann und gibt einen Einblick in ihre engagierte Arbeit.

Zum Mup-Interview mit Simone Rafael


Engagement für Demokratie und Vielfalt - Handeln durch Wissen und Argumentation

Initiativen, Vereine, Stiftungen und weitere Oragnisationen setzen sich für ein demokratisches und friedliches Miteinander in der Gesellschaft ein und bieten Hilfestellung, Beratung oder Argumentationshilfen an, damit populistischen Akteuren nicht das Feld überlassen wird.

Das Portal Netz-gegen-Nazis.de der Amadeu Antonio Stiftung informiert über den aktuellen Stand der Entwicklungen der rechtsextremen Szene in Deutschland und bietet in den Kategorien Wissen und Handelnumfangreiches Material an, das konkret aufzeigt was jede_r Einzelne tun kann.

Gute Beispiele aus der Praxis? Gibt es beim Initiativenblog der BPB! Dort werden zahlreiche Projekte und Initiativen vorgestellt und die Übersicht zeigt, wie vielfältig das Engagement gegen Ausgrenzung ist.

Die VER.DI-Jugend bietet im Informationsportal gegen Diskriminierung Hintergründe und Materialien zu verschiedenen Diskriminierungsformen und hat eine umfangreiche Sammlung von Argumentationshilfen gegen menschenverachtendes Handeln.


Mehr zum Thema: Was ist Populismus?

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) widmete eine Ausgabe der Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) dem Phänomen Populismus. In verschiedenen Beiträgen setzen sich Autor_innen mit »Wesensmerkmalen des Populismus« auseinander oder erklären was »Tabus, Tabuvorwurf und Tabubruch im politischen Diskurs« bedeuten.

»Repräsentation in der Krise?« fragt die APuZ der BPB und widmet sich den Gefahren durch Populisten und beleuchtet die Ausgestaltung der Demokratie und fragt, ob die Repräsentation in der Krise ist. Unter den Beiträgen ist u. a. der Essay »Populismus. Symptom einer Krise der politischen Repräsentation?«  von Jan-Werner Müller, der das Phänomen Populismus differenziert verortet.

Ist Rechtsextremismus gleich Populismus? Das Dossier Rechtsextremismus der BPB erklärt, wie die Grauzonen zwischen (Rechts-)Populismus und Rechtsextremismus aussehen.

Der Gastbeitrag »Politische Sprache: Was ist rechtspopulistisch, was rechtsextrem?« von Ralf Melzer (FES) bei Spiegel Online zeigt einen Weg durch den "Begriffsdschungel".

Emotionen und Stimmungen losgeslöst von Fakten? Jochen Hörisch, Professor für Literatur- und Medienwissenschaften an der Universität Mannheim spricht im Interview mit der Zeitschrift IPG – Internationale  Politik und Gesellschaft über Gefühlspolitik und das postfaktische Zeitalter und welche Rolle das Internet aber auch  die internationale Politik dabei spielen.


Vertrauen in "die Politik"

Sinkende Wahlbeteiligung oder zunehmendes Protestwahlverhalten sind ein Ausdruck des schwindenden Vertauens der Bürgerinnen und Bürger in "die Politik", in Parteien und in Politikerinnen und Politiker.  Doch warum distanzieren sich immer mehr Menschen von der Politik und welche Möglichkeiten und Strategien gibt es, um verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen zu können?

Das MuP-Thema im Fokus "Vertrauen Schaffen! Politik und Glaubwürdigkeit" untersucht Anzeichen und Ursachen von Vertrauensverlust und zeigt Wege in eine politische Kultur des Vertrauens auf. Ab Mitte Dezember steht für Sie auch die gedruckte MuP-Broschüre "Politik und Glaubwürdigkeit" zur gleichnamigen Fachtagung sowie die Broschüre zum Download bereit.

Wie ist es um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in Medien, Politik und Demokratie bestellt? Der MuP-Blick in die Forschung gibt einen Überblick zu Untersuchungen, Umfragen und Studien zu "Einstellungen in der Gesellschaft - Vertrauen in Politik, Medien und Demokratie". Die Studie "Kartografie der politischen Landschaft in Deutschland", die im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung von Jana Faus, Rainer Faus und Alexandra Gloger durchgeführt wurde, zeigt wie unsere immer heterogener werdende Gesellschaft u.a. Politik, Staat und das demokratische System sieht.

In der Dokumentation des Herbstforums der Akademie für Soziale Demokratie der FES  „Grundwerte in Zeiten des Rechtspopulismus - was tun?“ erfahren Sie, wie eine grundwertebasierte Politik in Zeiten des Rechtspopulismus gelingen kann.

Eine geringe Wahlbeteiligung ist nicht gut für die Demokratie und verschärft zudem soziale Unterschiede. Dies zeigt die Veröffentlichung der Bertelsmann StiftungPolitische Ungleichheit – Neue Schätzungen zeigen die soziale Spaltung der Wahlbeteiligung“.

Unter dem Motto "Demokratie wähle ich kreuzweise" befasst sich die FES zusammen mit weiteren politischen Stiftungen mit dem Zusammenhang von Wahlbeteiligung und Demokratie. Der Tagungsbericht "Demokratie braucht Wählerinnen und Wähler" fasst die zentralen Thesen und Einschätzungen von Expertinnen und Experten zusammen.

Die sinkende Beteiligung bei Wahlen in Deutschland lässt Fragen aufkommen wie: Wer sind Nichtwähler? Warum gehen sie nicht wählen? Was kann getan werden um Wahlbeteiligung zu erhöhen? Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung hat das Institut forsa – Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse die Studie "Nichtwähler in Deutschland" erstellt. Sie wirft einen genaueren Blick auf die Gruppe der Nichtwählerinnen und Nichtwähler und zeigt die Unzufriedenheit in Teilen der Bevölkerung mit dem Zustand unserer Demokratie auf.