Thema im Fokus

Politisches Engagement fördern

Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Konventionelle Formen politischer Beteiligung - wie die Beteiligung an Wahlen oder das Engagement und die Mitgliedschaft in Parteien - nehmen seit den 70er Jahren in Deutschland kontinuierlich ab. Damit verbunden ist eine Zunahme sozialer Selektivität festzustellen. Einkommensschwache und Menschen mit geringem Bildungsgrad engagieren sich deutlich weniger. Der zunehmende Einsatz direktdemokratischer Verfahren, der Abhilfe schaffen sollte, verschärft die soziale Exklusion. Hinzu kommt, dass die Bürgerinnen und Bürger immer weniger Vertrauen in die Politik haben, die brennenden Probleme der Gesellschaft lösen zu können. Politische Beteiligung ist jedoch unerlässlich für eine funktionierende und lebendige Demokratie.

 

In unserem Thema im Fokus möchten wir Ihnen aufzeigen, wie es um die politische Beteiligung in Deutschland bestellt ist, die verschiedenen Möglichkeiten und Methoden für politische Beteiligung - inklusive der e-Partizipation - vorstellen und Sie darüber informieren, wie man mehr (sozial benachteiligte) Menschen zu politischem Engagement bewegen kann.


MuP-Arbeitshilfen

In unserer MuP-Arbeitshilfe Politisches Engagement fördern analysieren wir, wie es um die politische Partizipation in Deutschland bestellt ist, verdeutlichen, welche Faktoren politisches Engagement verhindern und welche es fördern, und zeigen auf, wie auch beteiligungsferne Gruppen zu mehr politischem Engagement motiviert werden können.

Zur Arbeitshilfe...

In der MuP-Arbeitshilfe „Möglichkeiten und Methoden politischer Beteiligung“ haben wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten, die Bürgerinnen und Bürger haben, sich politisch zu beteiligen, zusammengestellt. Darüberhinaus stellen wir Ihnen ausgesuchte Partizipationsmethoden kurz vor.

Zur Arbeitshilfe...

Die Arbeitshilfe „Partizipationsverfahren“ stellt Ihnen mit dem World-Café, der Zukunftskonferenz, dem Open-Space und der Planungszelle vier interaktive Methoden vor, mit denen BürgerInnen konkret in Entscheidungsprozesse integriert und, bezüglich ihrer Anregungen, Verbesserungsvorschläge oder Ideen, beteiligt werden können.

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E-Partizipation - Politische Beteiligung leicht gemacht!

Alexander Klaus / pixelio.deDas Internet bietet zahlreiche neue Möglichkeiten, um die Beteiligung an politischen Prozessen zu fördern und zu ermöglichen. Politik kann den Dialog mit den BürgerInnen suchen, und das Internet zum Informationsaustausch oder zur Entscheidungsfindung (E-Voting) nutzen. Auf der anderen Seite können sich die BürgerInnen in sozialen und politischen Netzwerken und Plattformen organisieren und über politische Sachverhalte austauschen. Besonders interessant sind verschiedene Online-Plattformen, auf denen Jede/r politische Petitionen und Aktionen initiieren und UnterstützerInnen mobilisieren kann. Hintergrundinformationen zu politischen Anliegen können leicht zugänglich gemacht werden, und eine „Unterschrift“ erfordert nur einen Klick.

  • campact.de – Demokratie in Aktion ist ein online-Netzwerk, das Kampagnen organisiert und Petitionen initiiert, bei denen sich Menschen via Internet an gesellschaftlichen Debatten beteiligen können. Die Petitionen werden dann öffentlichkeitswirksam an politische EntscheiderInen übergeben.
  • avaaz.org – Die Welt in Aktion lädt die Mitglieder ein, Vorschläge für Kampagnen zu machen und unterstützt die für die Mitglieder relevantesten Anliegen durch breit angelegte Kampagnen und Unterschriftenaktionen. Die Themen haben lokale, regionale aber teilweise auch weltweite Bedeutung.
  • openPetition unterstützt Menschen dabei, eigene Petitionen zu erstellen, sie bekannt zu machen und Unterschriften zu sammeln. Austausch und Diskussion werden ermöglicht, genauso wie gemeinsames Aktivwerden.

Praxistipps und Handreichungen

Das Handbuch Bürgerbeteiligung der Bundeszentrale für Politische Bildung führt systematisch und praxisnah ins Thema ein.

Das Handbuch für Patizipation der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin führt viele erfolgreiche Partizpationsbeispiele aus Berlin auf.

Wie man junge Menschen zu politischem Engagement motivieren kann, erfahren Sie in den FES-Broschüren Politikferne Jugendliche besser erreichen und Demokratie (be)leben des Forums Jugend und Politik.

Die MuP-Broschüre Politische Mitgliederorganisationen zukunftsfähig gestalten zeigt, wie es glingt aktive Mitglieder und Freiwillige für Parteien und Gewerkschaften zu gewinnen und zu binden.

Die Praxishilfe des Wegweisers Bürgergesellschaft zum Thema "Bürgerbegehren" gibt Informationen rund um die Einleitung eines Bürgerbegehrens.