Thema im Fokus

Mehr Frauen in die Politik! - Frauen für politisches Engagement gewinnen

Katrin Matuschek / fes-mup.de
Katrin Matuschek / fes-mup.de

Im November 1918 trat das aktive und passive Wahlrecht für Frauen in Kraft, welches ihnen ermöglichte sich an der politischen Gestaltung der Gesellschaft aktiv zu beteiligen. Nach fast einem Jahrhundert Frauenwahlrecht fokussiert das aktuelle MuP-Thema im Fokus auf das politische Engagement von Frauen heute. Obwohl einiges für Gleichberechtigung von Männern und Frauen getan wurde, ist diese noch immer nicht erreicht.

In diesem MuP-Thema im Fokus beleuchten wir deshalb die Gründe für das geringere politische Engagement von Frauen und fragen: Wo sind Zugangsbarrieren? Wie können Frauen für ein politisches Engagement gewonnen werden? Und wie können sich Parteien und Organisationen allgemein für mehr Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Gesellschaft engagieren?


MuP-Praxishilfen

Die MuP-PraxishilfeGleichberechtigte Teilhabe im politischen Engagement fördern“ zeigt  auf, wie Frauen und Männer sich für die Gesellschaft engagieren und was Frauen an mehr Engagement in der Politik hindert. Sie erklärt den engen Zusammenhang zwischen Organisationskultur und Veränderungsmanagement für mehr Gleichberechtigung und zeigt wie Veränderungen in Kommunikation, Strukturen und Angeboten, gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen in politischen Organisationen/in der Politik verwirklichen können.

Zur Praxishilfe: »Gleichberechtigte Teilhabe im politischen Engagement fördern«

Welche Möglichkeiten gibt es Geschlechtergerechtigkeit nachhaltig in Organisationen zu etablieren? Die MuP-PraxishilfeGleichstellung der Geschlechter umsetzen – Gender Mainstreaming in Organisationen“ erklärt was Gender Mainstreaming und Gender Diversity in der Praxis bedeuten und zeigt wie Organisationen Gleichstellung strukturiert angehen können.

Zur Praxishilfe: »Gleichstellung der Geschlechter umsetzen – Gender Mainstreaming in Organisationen«


Good Practice: Frauen & Gleichstellung in der Kommunalpolitik

„Mehr Frauen in die Parlamente!“ – das ist das Ziel des Helene Weber Kollegs (HWK). Das HWK bietet Austausch, Informationen und Unterstützung für Frauen in der Kommunalpolitik. Der Aktionsleitfaden des HWK zeigt, wie Frauen in der Praxis für Engagement gewonnen werden können.

Die „Vernetzungsstelle: Das Portal in Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen und Gleichstellungsbeauftragte“ verbindet Veranstaltungen, Aktuelles und Engagierte miteinander und wird durch das Land Niedersachsen und das BMBFSFJ gefördert.  

Geschlechtergerechtigkeit bedeutet auch ein zwischen den Geschlechtern fair aufgeteilter Haushalt. Die Stadt Münster gibt in der Broschüre „Haushalt fair verteilen“ eine Gebrauchsanleitung für Beschäftigte aller städtischen Ämter, um mehr Transparenz und Fairness in der Verteilung öffentlicher Mittel zu erreichen.


Mehr zum Thema: Frauen & Politisches Engagement

Welche Erfahrungen machen Frauen, die sich in Ihrer Kommune politisch engagieren möchten? Einen Einblick gibt die Studie „Engagiert vor Ort – Wege und Erfahrungen von Kommunalpolitikerinnen“ des BMFSFJ.

Führungskräfte auf kommunaler Ebene erhebt die Heinrich-Böll-Stiftung regelmäßig mit dem Genderranking von Führungskräften deutscher Großstädte. Für 2017 zeigt sich, dass nur 8,2 Prozent der Oberbürgermeister/innen weiblich sind.   

Frauen und Parteien: Die Hamburg SPD hat mit der Universität Hamburg zusammen eine qualitative Studie zu „Mitgliedschaft und Engagement. Eine qualitative Studie zum politischen Engagement von 30- bis 40-jährigen Hamburgerinnen in Parteien“ veröffentlicht. Die Studie zeigt, welche Erwartungen Hamburgerinnen zwischen 30 und 40 an eine Mitgliedschaft einer Partei haben und was Parteien tun können, um mehr Frauen für ein politisches Engagement zu gewinnen.


Aus der Friedrich-Ebert-Stiftung

Das Forum Politik und Gesellschaft der FES befasst sich mit dem Thema Geschlechterpolitik und bietet folgende Publikation und Hintergrundwissen:

Prof. Dr. Carsten Wippermann zeigt in der Studie “Was Frauen wollen. Lebensrealitäten und familien- und gleichstellungspolitische Erwartungen von Frauen zwischen 18 und 40 Jahren“. Die Ergebnisse der Studie helfen NPO und Parteien Frauen als Zielgruppe besser zu verstehen.

Dr. Mara Kuhl erklärt wie Haushalt und Finanzen zu mehr Gleichberechtigung führen: „Öffentliche Gelder wirkungsvoll, gerecht und transparent verteilen mit Gender Budgeting“.              

Dorothee Beck und Barbara Stiegler geben eine übersichtliche Argumentationshilfe für progressive Gleichstellungspolitik und räumen mit Vorurteilen und Missverständnissen auf: „Das Märchen von der Gender-Verschwörung. Argumente für eine geschlechtergerechte und vielfältige Gesellschaft“.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung bietet zudem einige Seminare speziell für Frauen und Veranstaltungen zum Thema Frauen und Gender an.

Das MuP-Thema im FokusPolitisches Engagement fördern“ zeigt wie politische Beteiligung Menschen motiviert und einbindet. Die MuP-Broschüren der MuP-Fachtagungen stehen kostenlos bereit und zeigen wie Politik und Glaubwürdigkeit Vertrauen und Engagement aufbauen können und Diversitätspolitik gelingen kann.