Thema im Fokus

Engagement und Nachhaltigkeit

Erwin Lorenzen / pixelio.de

Nachhaltigkeit hat sich zu einem gesellschaftlichen, politischen und auch wirtschaftlichen Leitbegriff entwickelt. Demnach soll nachhaltiges Handeln unseren nachfolgenden Generationen ein intaktes ökologisches, soziales und wirtschaftliches Gefüge hinterlassen. Wie dieses Ziel erreicht werden kann und soll, hat sich zu einer der wichtigsten Fragen unserer Zeit entwickelt. Zwar wurden schon einige Weichen gestellt, doch  damit der Zug in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft  noch stärker an Fahrtwind gewinnen kann, müssen wir uns jetzt dem Thema Nachhaltigkeit widmen!   

 

In unserem aktuellen MuP-Schwerpunkt wollen wir verschiedene Perspektiven auf das Thema Nachhaltigkeit beleuchten und Chancen aufzeigen, die das Engagement für Nachhaltigkeit für Einzelne sowie für die Gesellschaft bereit hält. Hierfür haben wir Ihnen Arbeitshilfen sowie Link- und Lesetipps mit vielen Informationen und Anregungen zusammengestellt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!


MuP-Arbeitshilfe

Nachhaltigkeit ist ein komplexes Thema mit lokalen und globalen Bezugspunkten. In dieser MuP-Arbeitshilfe „Der Weg zu nachhaltigem Engagement: Motivationsressourcen (er-)kennen und nutzen!“ möchten wir Ihnen einen Einblick in das Thema  geben und Möglichkeiten aufzeigen, individuelle Motivationsressourcen für Ihre NPO-Arbeit nutzbar zu machen. Nicht Organisationsfragen, sondern der Mensch und seine Motivation für Nachhaltigkeit stehen im Fokus. Ziel ist es Menschen dauerhaft für Ihr nachhaltiges Engagement zu binden, um gesellschaftlichen Wandel voranzubringen! 

Zur Arbeitshilfe „Der Weg zu nachhaltigem Engagement: Motivationsressourcen (er-)kennen und nutzen


Blick in die Praxis

Ein Festival für Nachhaltigkeit

files/mup/img/themen/Thema im Fokus/thema_im_fokus_interview_Karabaic.jpgDunja Karabaic ist die Organisatorin des »ökoRAUSCH-Festival für Design & Nachhaltigkeit«, das für eine Bandbreite an alternativen und partizipativen Engagementformen steht. Das ökoRAUSCH-Festival bietet eine Plattform, sich über Nachhaltigkeit zu informieren, auszutauschen und durch kreative Prozesse neue Ideen für Nachhaltigkeit zu entwickeln.  

Gegenüber MuP erzählt Dunja Karabaic, wie sich das ökoRAUSCH Festival als innovative Engagementform entwickelt hat, wie Menschen für das Thema Nachhaltigkeit begeistert werden können und wo man Unterstützung für nachhaltiges Engagement findet.

Zum Blick in die Praxis von Dunja Karabaic...

Tradition und Zukunft bei den Naturfreunden

Kai Niebert ©BruederliKai Niebert ist stellvertretender Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands und hält Professuren an den Universitäten Zürich und Lüneburg zur Vermittlung von Natur­wissen­schaften und Nachhaltigkeit. Die NaturFreunde engagieren sich bereits seit 1895 für Nachhaltigkeit, als es den Begirff so noch gar nicht gab. Heute zählen die NaturFreunde mehr als 70.000 Mitglieder. Als sozial-ökologischer und gesellschaftspolitisch aktiver Verband setzen sie sich für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport & Kultur ein.

Lesen Sie im Interview mit Kai Niebert, wie sich der Verein bundesweit aufstellt, welche Kampagnen Sie unterstützen können und wieso Nachhaltigkeit nicht nur eine Frage des Energiesparens ist, sondern auch eine kulturelle und gesellschaftliche Diskussion braucht.

Zum Blick in die Praxis von Kai Niebert...


Zum Weiterlesen

Die Plattform movum der Umweltorganisationen BUND, Deutsche Umweltsstiftung, EuroNatur, FÖS und NaturFreunde möchte eine sozial-ökologische Transormation fördern. Sie initiiert Debatten mit Leser_innen, um Ideen und Konzepten für eine nachhaltige Gesellschaft eine starke Stimme zu verleihen.

Prof. Dr. Niko Paech vom Lehrstuhl Produktion und Umwelt der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg beleuchtet die Vorteile der Suffizienz und maßvollen Lebensstilen.

Die BPB widmet in der Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte (APUZ) eine Ausgabe dem Thema Nachhaltigkeit. U. a. diskutiert Frank Uekötter die Begriffsgeschichte, in einem Essay kritisiert Axel Bojanowski Nachhaltigkeit als „Verwirrende Werbefloskel“ und Iris Pufé beleuchtet Dimensionen und Chancen von Nachhaltigkeit.


„Glokalisierung“ – Lokal engagiert für globale Nachhaltigkeit

Kommunen und Städte sind wichtige Akteure und Wirkungskreise, wenn es um die Verwirklichung von Nachhaltigkeit vor Ort geht. Gestaltet wird dies in Aktionen wie der Lokalen Agenda 21, einem partizipativen Kommunikationsprojekt, in dem sich Menschen einer Gemeinschaft an der Gestaltung ihres Lebensraums und ihres Gemeinwesens beteiligen können. Eine andere Organisationsform für mehr lokale Nachhaltigkeit bieten die Transition Town Inititativen: In der Zeitschrift für Sozialökonomie erklärt Norbert Rost in seinem Artikel Transition Towns – Städte im Wandel, was Transition-Initiativen sind und wie diese sich für Nachhaltigkeit in Kommunen einsetzen. Die vielen verschiedenen  Transition Towns-Initiativen  haben ein Transition Town-Wiki erstellt und tragen hierüber ihre Wissen zusammen. Auf der lokalen Ebene lässt sich direkt und praktisch zeigen, wie beispielsweise Mobilität, Ernährung oder Energieerzeugung nachhaltig gestaltet werden können. Umgesetzt werden die Ideen dann beim Urban Gardening, in Umsonstläden oder Repair-Cafés und vielen weiteren sozialen, ökologischen und lokalen Projekten. Wie beispielweise kommunale Ernährungspolitik aussehen kann, zeigt Philipp Stierand im Blog Speiseräume anhand nationaler und internationaler Vorbilder. Vielleicht ja auch in Ihrer Nähe?!